Die Weltkorallenriffkonferenz „ICRS 2020“ lädt zum Fotowettbewerb ein!

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Gesunde Korallenriffe erfreuen uns mit unglaublicher Arten-, Farben- und Formenvielfalt. Kranke und abgestorbene dagegen sind farblos und leer. „Bunte Vielfalt, weißer Tod – was uns Farben über Korallenriffe verraten“ ist deshalb das Motto des Fotowettbewerbes der nächsten Weltkorallenriffkonferenz. 

Das Ziel des Fotowettbewerbes

Nicht nur Forschungsergebnisse können uns ein Bild der aktuellen Situation vermitteln, sondern auch eindrucksvolle Fotografien. Das ICRS 2020 lädt aus diesem Grunde alle dazu ein, uns zu helfen, eine visuelle Bestandsaufnahme der Korallenriffe der Welt einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die besten Fotografien werden vom 26.6. – 27.8. 2020 in einer Ausstellung im Haus der Wissenschaft in Bremen gezeigt. Den Siegern/innen folgender drei Kategorien winken neben der Teilnahme an der Ausstellung auch attraktive Preise.

Kategorie 1 / Schönheit

Bunte Vielfalt – die Welt der Farben

Korallenriffe sind das artenreichste Ökosystem der Ozeane. Sie bedecken nur 0,2 Prozent der Ozeanfläche. Doch in ihnen leben mehr als ein Drittel aller Fische und wirbellosen Tiere der Ozeane. Diese große Artenvielfalt findet ihren ästhetischen Ausdruck in einer unglaublichen Formen- und Farbenvielfalt. Die Bilder und Filme aus diesem einzigartigen Ökosystem faszinieren uns immer wieder aufs Neue. Artenvielfalt wird in diesem Ökosystem sichtbar und erlebbar und macht Korallenriffe einzigartig unter allen Ökosystemen der Erde.

Kategorie 2 / Bedrohungen: Welt ohne Farben

Welt ohne Farben

Die bunten Korallenriffe voller Leben werden immer seltener. Farblose graue und grünbraune Geröllhaufen kommen immer häufiger vor. Globale Ursachen, wie der durch den Klimawandel verursachte Temperaturanstieg in den Meeren, zwingen Korallen dazu ihre Symbiosealgen auszustoßen. Sie bleichen aus und werden weiß. Ihre ursprüngliche Farbe geht verloren. Dauert die Hitzeperiode zu lang, sterben sie. Das Weiß wird zu Grau und wenn die Algen die Herrschaft übernehmen, kippt das Farbenspektrum ins Braungrüne. Auch die große Anzahl der bunten Rifffische ist verschwunden.

Lokale Ursachen wie Überfischung und Verschmutzung führen ebenso zum Tod der Riffe. Sedimente und Gifte legen einen farblosen, alles erstickenden Schleier über das Riff. Nährstoffe aus der Landwirtschaft verschieben das Gleichgewicht zu den Algen. Die Vielfalt der Arten im Riff steht in unmittelbarem Zusammenhang mit der Vielfalt der Korallenarten. Sterben die Korallen, sterben auch alle Tiere, die von ihnen abhängen.

Kategorie 3 / Forschung

Wie sieht die tägliche Arbeit der Meeresbiologen aus?

Viele Vorgänge in den Korallenriffen müssen noch erforscht werden. Weder kennt man alle Arten und ihr Verhalten, noch alle Wirkstoffe, die möglicherweise für Medikamente interessant sein könnten. Und was sind die besten Lösungen, um Korallenriffe zu schützen? Die Forschung kann helfen, die Bedeutung der Riffe zu erkennen und ihre Farbenpracht und Vielfalt zu erhalten. Neue bildgebende Verfahren, wie die Hyperspektralfotografie, zeigen die Bewohner der Riffe auf eine Art und Weise, wie man sie mit bloßem Auge niemals wahrnehmen könnte. Fluoreszenz offenbart uns Korallen in einem ganz anderen Licht. Forschungsalltag im Korallenriff oder Labor fotografisch in Szene gesetzt, ist das Thema dieser Kategorie.

Konditionen

Jede/r Teilnehmer/inn kann maximal drei Bilder einreichen. Die Bildgröße sollte mindestens 3000 x 4000 Pixel betragen und das Bildformat muss JEPG sein. Bitte senden sie die Bilder (maximale Gesamtgröße pro E-mail 10 MB ) an: 

photocompetition@icrs2020.de.

Einsendeschluss ist der 29. Februar 2020!

Weitere Informationen

Jury

Hedda Hoepfner stellvertretende Chefredakterin des Magazins TAUCHEN, Klaus-Peter Wolf von der Bildagentur imageBROKER, Malik Naumann und Heinz Krimmer vom Konferenzbüro des ICRS 2020.