Artenvielfalt

Korallenriffe existieren nur auf 0,2 % der Ozeanflächen der Erde, doch in ihnen leben mehr als ein Drittel aller Fische und Wirbellosen der Ozeane. Sie sind nicht nur die artenreichsten Ökosysteme der Meere. In ihnen entstehen auch die meisten Arten. Diese wiederum wandern in andere Ökosysteme ein oder werden durch Strömungen verdriftet, so dass auch die Artenvielfalt anderer Lebensräume von Korallenriffen beeinflusst werden. Download

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Korallenfriedhof

Die Geweihkorallen dieser massiven Riffwand sind vollständig abgestorben. Der Niedergang dieses tropischen Korallenriffes begann schon in den 1970er Jahren. In der Karibik sind in den letzten 40 Jahren 80% der Korallenbestände verloren gegangen. Die Aufnahme entstand im August 2016. Karibik, Amerikanische Jungferninseln, Buck Island Reef. Download

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Klimawandel

Auf Grund des Klimawandels werden El Niños immer stärker. Der letzte El Niño aus dem Jahre 2016 führte weltweit zu einer langanhaltenden Temperaturerhöhung in den Ozeanen der Tropen. Nicht nur das Große Barrierriff in Australien war sehr stark betroffen. Es kam weltweit zu großflächigen Korallenbleichen, wie hier in Amerikanisch-Samoa im Pazifik. Das vorher (linke Seite) und nachher (rechte Seite) Bild des gleichen Riffabschnittes zeigt eindrücklich, dass das komplette Riffdach ausgebleicht ist. USA, Amerikanisch-Samoa, 2016. Download

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Klimawandel

Die ausgebleichten Korallen (Bild links), aufgenommen im März 2016 sind noch nicht tot. Sie haben ihre Symbiosealgen ausgestoßen, da diese bei zu warmen Temperaturen Giftstoffe (Sauerstoffradikale) erzeugen. Doch die hohen Temperaturen dauerten zu lange, so dass sie keine neuen Symbiosealgen mehr aufnehmen konnten und schließlich bis zum Mai 2016 abstarben (Bild rechts). Algen begannen sie nun zu überwachsen. Australien, Lizard-Islands, Großes Barrierriff. Download

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Artensterben

Viele Fisch- und wirbellose Arten in den Korallenriffen sind von einer oder wenigen Korallenarten abhängig. Sie haben sich auf bestimmte ökologische Nischen spezialisiert. Verschwinden diese Korallenarten durch die Folgen menschlichen Handelns wie CO2  - Emissionen, physische Zerstörung oder Verschmutzung durch Sediment, Gift- oder Nährstoffe, dann bedeutet dies auch das Ende für die von ihnen abhängenden Arten. Download


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Überfischung

Überfischung gehört zu den großen lokalen Stressfaktoren, die Korallenriffe gefährden. Insbesondere die Entnahme der pflanzenfressenden Arten, wie dieser gefangene Doktorfisch schädigt das Riff. Steinkorallen und Algen kämpfen in jedem Riff um die Siedlungsplätze. Werden die Algen nicht von pflanzenfressenden Fischen abgeweidet, verlieren die Korallen den Kampf und die Riffe veralgen. Ägypten, Sinai, Dahab, Rotes Meer, Stellnetz auf dem Riffdach. Download

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